zoom
zoom

Gerätehauptdepot Glinde.

Das Gerätehauptdepot wurde 1936/37 als 'Heereszeugamt' errichtet. Es war für die Entwicklung von Glinde einer der wichtigsten Keimzellen. Denn parallel zum Bau wurden auch die Wohngebiete 'Zeugamtssiedlung' (zwischen Mühlenstraße und Bahnstraße), die Angestelltensiedlung am Mühlenweg und das 'Negerdorf' am Oher Weg für die Soldaten und Arbeiter errichtet.

Glinde wuchs von rund 500 auf mehr als 2.000 Einwohner. Das Zeugamt war im Dritten Reich zentrales Materiallager für das X. Armee-Korps. Während des Krieges wurden dort auch Beutewaffen repariert.

Nach dem II. Weltkrieg wurde das Gelände von den Engländern besetzt und 'vorübergehend' als Vorratslager für die in Deutschland stationierten Truppen genutzt. Diese Phase dauerte immerhin bis 1968.

Schon seit 1962 hatte die Gemeinde Glinde auf den Zeitpunkt der Übergabe hingearbeitet: Neue Gewerbegebiete sollten geplant, Verkehrsverbindungen realisiert werden. Doch es kam anders: Statt der versprochenen Freigabe übernahm die Bundeswehr Ende 1968 das Areal. Aus dem Zeugamt wurde ein Depot, dann ein Gerätedepot und in den 90er Jahren sogar ein Gerätehauptdepot mit UN-Auftrag. Von hier aus wurde verschiedenstes Material der Bundeswehr wieder instand gesetzt oder in andere Länder verkauft.

Nach Aufgabe der militärischen Nutzung zum 31.12.2005 wurde das Gelände an eine Entwicklungsgesellschaft veräußert, um es einer zivilen Folgenutzung zuzuführen.